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Zusätzliche Versicherungen für Handy, Notebook und Co.- Lohnt sich das?

Oft wird beim Kauf eines neuen Laptops, Handys oder anderen elektronischen Geräten eine Zusatzversicherung angeboten.

Um abzuwägen, ob sich solch eine zusätzliche Absicherung lohnt, solltest du zunächst wissen, welche Leistungen schon durch deine Hausrat- und Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Hausratversicherung

Wie der Name bereits verrät, versichert die Hausratversicherung alles, was sich in deinem Haus oder in unmittelbar angrenzenden Gebäude, wie beispielsweise der Garage, befindet. Versichert werden folgende Schäden:

  • Brand, Blitzschlag, Explosion
  • Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges
  • Einbruchdiebstahl, Raub oder der Versuch einer solchen Tat
  • Vandalismus nach einem Einbruch
  • Leitungswasser
  • Sturm (ab Windstärke 8), Hagel      

Allerdings wird nur der Wiederbeschaffungswert ausgezahlt, was immer eine Wertminderung bedeutet.

Haftpflichtversicherung

Wenn du auch eine Haftpflichtversicherung besitzt, bist du gegen folgende drei Fälle abgesichert:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden

Solltest du für solch einen Schaden verantwortlich sein, zahlt deine Versicherung. Voraussetzung ist allerdings, dass du beweisen kannst, dass du den Unfall nicht vorsätzlich herbeigeführt hast. Abgesichert bist du auch nicht gegen Schäden von Personen, die mit dir zusammen wohnen oder wenn du selbst betroffen bist.

Welche Leistungen bietet eine Zusatzversicherung?

Wie du bereits feststellen konntest, ist in den bisher genannten Versicherungsleistungen keine Rede davon, dass du finanzielle Unterstützung erhältst, wenn du selbst einen Schaden an deinem Eigentum verursachst. Wenn du beispielsweise dein Handy fallen lässt und es durch den Sturz nicht mehr funktionsfähig ist, musst du selbst für die Reparatur oder den Neukauf aufkommen. Eine Zusatzversicherung soll folglich genau bei den Unfällen helfen, die nicht durch die Haftpflicht- oder Hausratversicherung abgedeckt sind.

Sinnvoll oder unnötig?

Eigentlich hört es sich doch nicht verkehrt an, dass man seine elektronischen und vor allem mobilen Geräte zusätzlich absichert. Dennoch raten viele Experten und Verbraucherschützer von diesen Leistungen ab, denn in den Verträgen steckt nur wenig Nutzen für den Kunden.

Die häufigsten Fallen sind:

  • Überhöhte Prämien
  • Hoher Eigenanteil pro Schaden
  • Sinkender Restwert des Gerätes
  • Vertragsdauer
  • Ausschlüsse im Kleingedruckten
  • Doppelt versichert

Das Fatale an den Versicherungen für Handys, Laptops, Tablets usw. ist, dass man je nach Anbieter zwischen 1-28% des Gerätepreises für die gesamte Laufzeit bezahlt. Der eigentliche Wert sinkt aber mit der Zeit, wobei die Prämie konstant bleibt. Im Gegensatz dazu wird im Kleingedruckten meist festgelegt, dass der Kunde pro Monat immer weniger Leistung erhält. Folglich ist irgendwann der zu zahlende Beitrag höher als die Summe, die man im Schadensfall erstattet bekäme. Hinzu kommt, dass die meisten Anbieter bei einer Reparatur eine hohe Selbstbeteiligung verlangen.

Viele Angebote beinhalten auch das Versprechen einer langjährigen Garantie. Schnell vergisst man dabei, dass man bereits vom Hersteller oder Händler mindestens zwei Jahre Garantie bzw. Gewährleistung erhält. Demnach zeigt eine Zusatzversicherung, die mit vier Jahren Garantie wirbt, erst nach der Hälfte der Zeit ihre Wirkung. Dann allerdings hat das Gerät schon an beachtlichem Wert verloren, womit wir wieder bei dem Problem mit dem sinkenden Restwert und der konstanten Prämie wären.

Zu guter Letzt weisen viele Versicherer im Kleingedruckten auf verschiedene Fälle hin, in denen ihre Leistungen nicht gelten. Oft bedeutet dies konkret, dass MP3-Player nicht versichert sind, wenn sie in der Hemd-oder Hosentasche getragen werden, Handys „komplett“ gegen Diebstahl aber nicht gegen Taschendiebstahl versichert sind oder Kosten nur erstattet werden, wenn der gesamte Zubehör eines Geräts miteingeschickt wird.

Myphoneschutz als Testsieger

Laut einer Testreihe der Zeitschrift „Guter Rat“ aus dem Jahre 2013 ist die Handy-und Tabletversicherung „Myphoneschutz“ des Unternehmens EWP der Testsieger unter den Handyversicherungen. Diese zeichne sich vor allem durch transparente Leistungspakete und einen 24h-Service aus.

Auch wir haben uns den Anbieter angeschaut. Insgesamt offeriert er sicherlich einige Leistungen, wie beispielsweise die Absicherung von Geräten, die bei Vertragsabschluss bis zu 12 Monate alt sein können, die andere Zusatzversicherungen nicht beinhalten. Allerdings sind die Selbstbeteiligung von 10% und der monatliche Beitrag von bis zu 8,99 Euro (bei zusätzlicher Absicherung gegen einfachen Diebstahl) nicht gerade günstig.

Fazit

Zusätzliche Versicherungen, die im Schadensfall die Reparaturkosten deines Smartphones, Notebooks, Tablets oder Ähnlichem vermindern sollen, erweisen sich im Großen und Ganzen als eine nicht sinnvolle Investition. Das Prinzip dieser zusätzlichen Leistungen beruht darauf, dass die höchsten potentiellen Kosten noch innerhalb der Garantie- bzw. Gewährleistungszeit liegen und daher nicht übernommen werden müssen. Nach diesen zwei Jahren hat das Gerät schon beachtlich an Wert verloren und die Versicherung übernimmt nur noch einen minimalen Anteil an Reparaturkosten. Hinzu kommt in den meisten Fällen eine hohe Selbstbeteiligung. Beachte außerdem, dass die Beweislast immer bei dir liegt. Zudem ist Überschneidung mit der Hausrat-und Haftpflichtversicherung, die häufig beim Vergleich der Leistungen auffallen, ein weiteres großes Manko an zusätzlichen Versicherungen für Handy, Laptop und Co.