init
Aktion erfolgreich!
Das ist eine Testnachricht
Aktion fehlgeschlagen!
Das ist eine Testnachricht

Wissenswertes über Fundbüros und Co.

Egal, ob du Finder oder Besitzer eines verlorenen Gegenstandes bist- die Polizei oder das Fundbüro helfen dir weiter.

Solltest du etwas gefunden und an dich genommen haben, bist du laut Gesetz dazu verpflichtet, diesen Fund zu melden. Der einfachste Weg ist es, die Sache einfach der Polizei zu übergeben. Damit hast du deine Pflicht getan und hast nichts mehr mit der weiteren Suche zu tun.

Ein anderer Weg ist das örtliche Fundbüro. Aber was macht ein Fundbüro eigentlich? Wo findest du es? Inwiefern kann es bei der Vermittlung von Verlorenem weiterhelfen oder was passiert mit dem, was nicht abgeholt wird?

Das Fundbüro

Das Fundbüro gehört meistens zu den kommunalen Einrichtungen einer Stadt. Gefundene Gegenstände können hier abgegeben werden, woraufhin sie mindestens sechs Monate lang dort aufbewahrt werden. Solltest du dort einen Gegenstand einreichen, werden deine Personalien, Ort und Zeit des Fundes und natürlich der Gegenstand selbst genau dokumentiert.

Übrigens: Wenn du ein Fundbüro in deiner Nähe suchst, schau dir einfach diese Karte an.

Was passiert, wenn etwas nicht abgeholt wird?

Sollte sich nach sechs Monaten immer noch kein rechtmäßiger Besitzer gefunden haben, geht die Sache automatisch in den Besitz des Finders über, vorausgesetzt dass er nicht darauf verzichtet. Davon ausgenommen sind allerdings Funde, die in öffentlichen Gebäuden oder Verkehrsmitteln aufgegriffen wurden. Diese gehen in den Besitz der Stadt oder Gemeinde über und werden in regelmäßigen, längeren Zeitabständen versteigert. Das Geld fließt dann in die Haushaltskasse der Stadt oder Gemeinde.

Wie läuft das mit dem Finderlohn?

Bei einem Wert eines Gegenstandes unter 500 Euro steht einem Finder ein Finderlohn von mindestens 5% zu.  Auch hier bilden die öffentlichen Gebäude und Verkehrsmittel die Ausnahme zur Regel, denn dort gibt es erst einen Finderlohn, wenn der Fund mehr als 50 Euro wert ist.

Wenn der Besitzer sich weigert, deine Entlohnung auszuzahlen, kannst du ihn theoretisch verklagen. Dies lohnt sicher allerdings erst bei größeren Summen, da dies natürlich mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Alternativ kannst du auch von vornherein festlegen, dass das Fundbüro den Finderlohn für dich einziehen soll. Damit ersparst du dir mögliche Auseinandersetzungen.

Wie erlange ich etwas zurück, was im Fundbüro abgegeben wurde?

Inzwischen bieten vor allem Fundbüros in Großstädten auch Online-Plattformen an, auf denen nach  gefundenen Gegenständen gesucht werden kann. Alle Dinge, die bei der Behörde abgegeben werden, werden in diesem System vermerkt.

Wenn du etwas verloren hast und denkst, es auf der Liste entdeckt zu haben, kannst du dem Amt eine Nachricht zukommen lassen. In dieser beschreibst du den Gegenstand und die Mitarbeiter prüfen, ob eine Übereinstimmung besteht. Beachte, dass je genauer du das Objekt beschreibst und die Situation, in der du es wahrscheinlich verloren hast, desto eher wirst du als rechtmäßiger Besitzer identifiziert.

Problematisch kann das werden, wenn es um elektronische Geräte geht, die mitunter einen beachtlichen Wert haben. Besonders Handys werden häufig im Fundbüro abgegeben, allerdings lassen sie sich nur schwierig detailliert beschreiben. Ein Weg es zu identifizieren, wäre eine Auskunft über den Bildschirmhintergrund, Kontakte, Apps oder was einem sonst noch so an persönlichen Inhalten einfällt. Der Akku ist aber leider in den meisten Fällen schon verbraucht, noch bevor es im Fundbüro ankommt. Hilfreich ist daher auch die IMEI-Nummer, die du unter dem Akku des Handys ablesen kannst. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass du sie bereits vorher schon einmal notiert oder den Karton des Handys dabei hast. Die dritte Option ist, wenn du dein Akku-Ladekabel mit zu der Behörde bringen würdest. Allerdings können wir dir nicht garantieren, dass der jeweilige Mitarbeiter diesem Versuch zustimmt.

Was mache ich, wenn ich etwas in der Bahn, im Bus oder im Flugzeug verloren habe?

Die öffentlichen Verkehrsbetriebe verfügen meist über ein eigenes Fundbüro. Am besten ist es, wenn du dich direkt bei deinem lokalen Nahverkehrsanbieter informierst, was dort mit Fundsachen geschieht.

VRR & VRS

In Nordrhein-Westfalen sind die VRR und die VRS großflächig verbreitet. Beispielsweise fällt die Rheinbahn in Düsseldorf unter den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Das Fundbüro des Unternehmens ist online nicht vertreten, allerdings werden andere Kontaktmöglichkeiten genannt.

Fundbüro der Rheinbahn (VRR):

Düsseldorf, Lierenfelder Strasse 40, 1. Etage

Tel.: 02115821469

Öffnungszeiten:

montags-donnerstags

8:30 Uhr-12:30Uhr und von 13 Uhr-15:30 Uhr

freitags

8:30 Uhr-13Uhr

Achtung! Wenn du einen verlorenen Gegenstand abholst, musst du eine Gebühr zwischen drei und 15 Euro zahlen.

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg, unter den zum Beispiel die Stadt Köln fällt, informiert auf seiner Website lediglich über weitere Anlaufstellen. Diese sind nach den unterschiedlichen Unternehmen sortiert, welche zu diesem Verbund gehören. Meist verweisen die Seiten auf örtliche Fundbüros.(Fundbüros der VRS)

Übrigens: Die VRR und die VRS sind auch für den Bus-Verkehr zuständig. Solltest du dort also etwas verloren haben, kannst du dich an die gleichen Kontakte wenden. Frag auch mal beim Busfahrer nach. Viele Leute geben ihren Fund auch dort ab.

Fundbüro der Deutschen Bahn:

Generell kannst du dich immer an die Deutsche Bahn wenden, wenn du etwas in einem Schienenfahrzeug verlierst. Über das Online-Formular können verlorene Gegenstände direkt gemeldet werden. Alternativ kannst du dich auch an einen Bahnmitarbeiter vor Ort, telefonisch, per Post, Fax oder E-Mail an das Unternehmen wenden. Eine gute Übersicht über alle Kontaktmöglichkeiten bietet die Website der Bahn.

Das Unternehmen verspricht sich vier Wochen lang mit deinem vermissten Objekt zu befassen. Sollte etwas nicht abgeholt werden, wird es, genau wie beim örtlichen Fundbüro, nach einiger Zeit versteigert.

Über die Verloren & Gefunden- Plattform kannst du auch selber Nachforschungen anstellen. Sobald du etwas zur Suche freigegeben hast, erhältst du eine Verlustnummer, mit der du dann in dem Forum suchen kannst.

Fundbüros an Flughäfen:

Solltest du etwas am Flughafen verloren haben, gibt es dort immer ein eigenes Fundbüro, an das du dich wenden kannst. Am besten ist es, wenn du nach dem entsprechenden Büro im Internet suchst oder direkt vor Ort nachfragst. Eine zentrale Stelle oder Informationsseite gibt es nicht.

Solltest du ein Gepäckstück nach einem Flug vermissen, ist die jeweilige Fluggesellschaft dafür verantwortlich. In solch einem Fall musst du dich an die Gepäckermittlungsstelle wenden, die du ebenfalls in jedem Flughafen, meist noch an der Gepäckausgabe, findest. Das Gleiche gilt auch für den Fall, wenn du dein Handgepäck im Flieger vergessen hast.

Im Taxi verloren?

Schnell ist es auch passiert, dass man sein Handy, seine Kamera, seine Schlüssel oder Sonstiges im Taxi liegen lässt. Sobald du dies bemerkst, wende dich an das zuständige Taxi-Unternehmen. Wähle also am besten einfach die Nummer, die du auch angerufen hast, als du das Taxi bestellt hast. Da es für die meisten Städte nur wenige Zentralen gibt, wirst du sicherlich auch schnell fündig, wenn du dir über das Unternehmen nicht mehr sicher bist. Wichtig ist, dass du deinen verlorenen Gegenstand genau beschreibst und Auskunft darüber gibst, wann du wohin gefahren bist. Wenn du Glück hast, hat der Fahrer dein Handy oder Ähnliches an sich genommen und gibt ihn am Ende seiner Schicht in der Zentrale ab. Dort kannst du das Verlorene dann abholen.

Die Alternative- Suchanzeigen, Social Media und Co.

Der Nachteil von Fundbüros ist, dass es meist bis zu zwei Wochen (in manchen Fällen noch länger) dauern kann bis etwas dort abgegeben wird. Dieser Zeitraum ist natürlich extrem lang, wenn man etwas Wichtiges vermisst. Deshalb solltest du in der Zwischenzeit selbst aktiv werden und nach deinem Hab und Gut suchen.

Suchanzeigen sind eine altbekannte aber auch bewährte Methode, um möglichst viele Leute zu erreichen. Durch Anzeigen in der Zeitung oder Flyer an öffentlichen Orten besteht eine große Chance, dass viele Leute darauf aufmerksam werden und mit Hinweisen weiterhelfen können. Im Optimalfall wird der Finder deines Portemonnaies, Smartphones, Schlüssels oder Ähnlichem auf dich aufmerksam und meldet sich bei dir.

Um online auf deinen Verlust aufmerksam zu machen, solltest du soziale Netzwerke miteinbeziehen. Schaue dich bei Facebook nach Gruppen um, die sich aus Leuten aus deiner lokalen Umgebung zusammensetzen. Du könntest Glück haben und den Finder deines Smartphones, Portemonnaies, Schlüssels oder Ähnlichem über einen Beitrag in der Gruppe erreichen. Oft haben andere auch noch nützliche Tipps und Ideen, wo du noch suchen oder nachfragen könntest. Wenn du einen Hinweis in deinem Social Media-Profil postest, wird dein Bekanntenkreis auf deinen Verlust aufmerksam. Und wer weiß, vielleicht hast du dein Handy bei der letzten Hausparty eines Freundes nur dort liegen gelassen.

Über unsere Website kannst du ebenfalls aktiv werden. Schalte eine Suchanzeige bei BringMeBack und beschreibe deinen verlorenen Gegenstand und die Umstände, unter denen dir etwas abhandengekommen ist. Neben den Nutzern werden auch wir darauf aufmerksam. Da auch wir häufig gefundene Dinge, insbesondere Handys, zugeschickt bekommen, besteht immer die Möglichkeit, dass wir dir auf deine Suchanzeige eine Antwort geben können.