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Lederprägung – die dezente Veredelungstechnik

Die Prägung ist eine sehr dezente, edle und hochwertige Druckveredelung. Mit diesem Verfahren ist es möglich dem Leder eine zusätzliche haptische Ebene hinzuzufügen. Im Gegensatz zu anderen Veredelungsverfahren unterstreicht die Prägung den Charakter des Stoffes, anstatt von ihm abzulenken. Die Lederprägung wird vor allem im hochpreisigen Premium-Segment verwendet. Bei dieser Werbeanbringungstechnik unterscheiden man zwischen Blindprägung, Farbfolienprägung und Hochfrequenzprägung.

Die technischen Funktionsweisen der Prägungsverfahren

Die Blindprägung

Bei der Blindprägung handelt es sich um die gängigste und älteste Form der Lederprägung. Sie bietet die Möglichkeit, Motive dreidimensional auf das Leder zu bringen, wahlweise erhaben oder vertieft. Mittels einer Handpresse oder eines Prägeautomat wird ein erhitzter Stempel aus Messing oder Magnesium mit dem gewünschten Motiv auf das entsprechende Stück Leder gedrückt. Die gewählte Temperatur und Höhe des Drucks sind entscheidend für das Prägeergebnis. Die optimale Temperatur liegt zwischen 120 und 160°C. Eine bestimmte Hitze ist unbedingt für die Verformung des Leders notwendig. Zu viel Hitze hingegen schadet dem Leder und kann es verbrennen oder sogar durchschneiden. Ebenso verhält es sich mit dem Druck, welcher auf den Stempel ausgeübt wird. Je feiner die Linien des Motivs, desto vorsichtiger muss auf den Stempel gedrückt werden.

Die Farbfolienprägung

Bei der Farbfolienprägung läuft zwischen Leder und Stempel eine dünne, farbige Folie, welche durch die Hitze und Druck auf das Material übertragen wird. Das fertige Motiv, welches auf das Leder gedruckt wurde erscheint nun in Farbe. Die Oberfläche bleibt, anders als bei der Blindprägung, glatt. Damit dieser Effekt erreicht wird, ist nicht ganz so viel Hitze nötig. Es reicht, wenn die Temperatur des Stempels zwischen 90 und 120°C beträgt. Es darf jedoch nicht ganz so viel Druck ausgeübt werden.

Die Hochfrequenzprägung

Die Hochfrequenzprägung wird vor Allem bei Kunstmaterialien wie PVC oder PU-Materialien angewendet. Durch den Stempel und eine Metallplatte, welche unter dem Prägegut liegt, wird ein Hochfrequenzstrom geleitet. Dieser Strom erzeugt im Material ein elektrisches Wechselfeld, das die Moleküle des Kunststoffes in Schwingung versetzt und Reibungswärme erzeugt. Dadurch werden die Logokonturen zu einer Bildprägung verschmelzt.

Lederprägung im Bereich der Werbemittel

Lederwaren gehören im Werbemittelbereich der Premiums zu den Produktklassikern. Leder steht vor allem für Wertschätzung, Individualität und Qualität. Es hat eine hohe Lebensdauer, das bedeutet, dass der gewählte Werbeartikel jahrelang genutzt wird und dementsprechend lange beim Kunden verweilt. Als hochwertige Werbeartikel, welche mit Lederprägung veredelt werden eignen sich besonders kleine Ledergeldbeutel, Dokumentenmappen oder auch Kalender, welche einen Ledereinband besitzen.

Die Kosten der Lederprägung

Die Rüstkosten der Lederprägung setzten sich aus den Kosten für die jeweilige Prägungsform und dem Stempel zusammen. Die Blindprägung ist die billigste der drei Prägungsverfahren, da bei ihr lediglich ein Stempel nach den eigenen Vorstellungen erstellt werden muss. Die Prägung beispielsweise von 100 Konferenzmappen kostet ca. 180 €, hierbei sind jedoch die Konferenzmappen nicht mit einberechnet. Dabei kommt es auch immer auf die Größe des Motivs an. Bei der Farbfolienprägung kommen zu den Kosten für den Stempel, noch die Kosten für die entsprechenden Farbfolie hinzu. Bei der Hochfrequenzprägung fallen, wie bei der Blindprägung lediglich Kosten für den benötigten Stempel an.

Die Vor- und Nachteile der Lederprägung

Vorteile:

  • Wirkt sehr edel und hochwertig
  • Die Stempel können für Folgeaufträge weiter verwendet werden
  • Fühlbares Motiv

Nachteil:

  • Eventuelles Durchdrücken der Prägung auf der Rückseite
  • Nur auf bestimmten Materialien anwendbar

Die Farbmöglichkeiten bei der Lederprägung

Die Prägung in Farbe zu gestalten ist lediglich bei der Farbfolienprägung möglich. Es wird eine hohe Deckkraft und eine gute Farbdichte geboten. Bei der Farbfolienprägung kann jede Farbe auf der Pantoneskala geprägt werden. Dabei sind sogar Gold- und Silbereffekte möglich. Hierfür wird spezielles Blattgold oder eine Silberfolie eingesetzt. Alle anderen Farben werden mit einem Pigmentpulver auf einer Spezialfolie angemischt.